Szechuan-Pfeffer: Ein Pfeffer, der kein Pfeffer ist

Sie sind etwa 5 Millimeter groß und es gibt sie in rot und grün: Szechuan-Pfeffer ist ein weltbekannter, chinesischer „Pfeffer“, der aber nichts mit Pfeffer zu tun hat.

Die kleinen Kügelchen kommen – der Name sagt es schon – aus der Provinz Szechuan in Südwest-China. Szechuan ist eine Region zum Beispiel mit vielen Bergen, mit idyllischen Seen oder dort gibt es die meisten Pandas in China.

Szechuan-Pfeffer hat einen wirklich einzigartigen Geschmack: auf den ersten Biss schmeckt er ein bisschen holzig, dann setzt nach einiger Zeit ein „taubes“ Gefühl auf der Zunge ein und der Geschmack kitzelt ein wenig im Mund. Aber scharf wie Pfeffer ist Szechuan-Pfeffer nicht.

Ein Pfeffer, der nicht nach Pfeffer schmeckt? 

Was so seltsam klingt, liegt daran, dass Szechuan-Pfeffer gar kein Pfeffer im eigentlichen Sinne ist. Vielmehr ist es die getrocknete Frucht des Pfeffer-Strauches. Eine Art Beere also. Die Früchte sind mit Pfeffer botanisch nicht verwandt, sondern eher mit der Zitrone. 

Warum heißt dieser „Pfeffer“ dann überhaupt Pfeffer? Vermutlich, weil es klein und rund ist wie ein Pfefferkorn wurde in der Übersetzung daraus “Szechuan Pfeffer”.

Ein „Pfeffer“ mit einer langen Geschichte

Sichuan-Pfeffer gibt es mindestens schon seit 700 vor Christus. Früher mochte man vor allem seinen Geruch. Und zwar so sehr, dass man ihn in Lehm einrührte und daraus Häuser baute für die Konkubinen des Kaisers. Außerdem sollte der Pfeffer die Wärme halten und böse Geister abwehren. Diese Hütten hießen darum “Pfeffer Häuser”. 

Heute prägt das Gewürz die Küche der ganzen Region Szechuan. Und landet  dort gleich händeweise im Essen, z.b. in Gerichten wie Mapu Tofu oder „Scharfes Hähnchen“ oder in der chinesischen Form des Fondues, dem Hotpot.

Chili und Szechuan-Pfeffer und Chili – ein neuer Geschmack

Auch wenn der Südwesten Chinas und damit auch die Region Szechuan heute ebenfalls für Chili bekannt ist: die rote Schote wurde in China erst Ende des 18. Jahrhunderts populär. Im Szechuan-Pfeffer fand das scharfe Gewürze eine Entsprechung, die heute weltbekannt ist: „Ma La“ nennen es Chinesen. Das bedeute „Taub Scharf“ – eine Kombination aus beiden Empfindungen also. 

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