Hausmannskost ist auch in Japan und China kein Schimpfwort. Und Beispiel ist Süßkartoffel-Reis. Reis plus Knolle. Klingt schlicht, schmeckt aber nach deutlich mehr als nur Sättigung. Eine dieser Beilagen, die leise daherkommen und dann doch überraschend viel Charakter zeigen.
Die Idee dahinter ist denkbar einfach. Reis, wie man ihn kennt, bekommt durch die Süßkartoffel eine milde Süße und eine fast cremige Tiefe. Das Ergebnis ist kein exotisches Spektakel, sondern ein ehrliches Alltagsgericht, das in asiatischen Küchen seit Langem zuhause ist.

Zutaten:
- 1 kleine Süßkartoffel (ca. 150 g)
- 150 g Reis (Milchreis, Jasminreis oder Basmatireis)
- ca. 170 ml Wasser
- 1 Prise Salz
- optional: 1 EL Sesam
Zubereitung:
Zunächst wird der Reis gewaschen und anschließend mindestens 30 Minuten in Wasser eingeweicht. Während der Reis Zeit hat, sich zu entspannen, wird die Süßkartoffel geschält und grob geschnitten – nicht zu klein, damit sie später noch Struktur behält. Wer Sesam verwenden möchte, röstet ihn jetzt trocken in der Pfanne, bis er aromatisch duftet.
Nach dem Einweichen wird der Reis abgegossen und zusammen mit einer Prise Salz, etwa 170 Millilitern Wasser und den Süßkartoffelstücken in einen Topf gegeben. Alles wird erhitzt, bis das Wasser zu kochen beginnt. Anschließend wird die Hitze reduziert und der Reis sanft weiter gegart, bis die Flüssigkeit vollständig aufgesogen ist. Das dauert in der Regel sechs bis acht Minuten. Wer einen Reiskocher besitzt, darf sich an dieser Stelle entspannt zurücklehnen – dort erledigt sich alles von selbst.
Ist das Wasser verschwunden, wird die Hitze ausgeschaltet. Der Reis darf nun noch etwa 15 Minuten ruhen, damit sich die Aromen setzen und die Konsistenz perfekt wird.
Zum Servieren reicht eine Portion in der Schale, ein wenig gerösteter Sesam darüber – und fertig ist ein Reisgericht, das erstaunlich viel Geschmack aus wenigen Zutaten holt.




